Das Desaster

Von Redaktion · · 2008/09

Drogenbekämpfung global

Der eben veröffentlichte Weltdrogenbericht 2008 der UNO warnt: Die Kokaanbaufläche ist im Jahr 2007 um 16% gewachsen. Dafür verantwortlich ist vor allem ein Plus von 27% in Kolumbien. Während die Opiumproduktion in Afghanistan ohnehin ins Uferlose zu steigen scheint, nähert sich damit die Kokaanbaufläche (mit 181.600 Hektar) wieder dem Stand von 1998 (190.800) an. Damals hatte sich die Weltgemeinschaft eine „Eliminierung oder deutliche Reduzierung der Drogenproduktion“ in zehn Jahren zum Ziel gesetzt. Bei Koka hatte Kolumbien durch eine äußerst umstrittene Besprühungskampagne mit Pflanzengift die Bilanz gerettet – scheinbar: Zwischen 1994 und 2006 wurden dort 1.184.851 Hektar Koka besprüht.

Doch die Anbaufläche hat sich in derselben Zeit verdoppelt. Die Reaktion der Regierung Uribe auf den UN-Bericht: Sie kündigte die Zusammenarbeit mit dem Monitoring-Programm der UNO auf.

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